Selbstbau von  Wassertanks

von
Stefan Tillmann
http://www.tillmann-elektronik.de/
e -  Mail: Tillmann-Huenfeld@t-online.de

Stefan hat nicht nur seinen R  81 um- und ausgebaut, sondern hat auch eine preiswerte Möglichkeit gefunden  maßgeschneiderte Wassertanks selbst herzustellen. Im folgendem hat  er seine Erfahrungen darüber zusammengetragen.

Zu den Wassertanks. Ich hab sehr lange gesucht und gemacht. Maßtanks  sind  sauteuer und ich wollte wenigstens 500 ltr.Frischwasser. Alle  auf dem Markt befindlichen Tanks sind sehr teuer und eigentlich paßt immer  das Maß nicht. Und da unser Bus ja nicht groß ist, muß ich schon  haushalten mit dem Platz. 

Insbesondere bei dem Frischwassertank sollte man ja auf das  Material achten, und da kommt eig. nur Edelstahl oder PE in Frage.  Edelstahl schweißen soll schwer sein, also nur PE. Das Zeug kann man in nahezu jeder Stärke in Platten 100x200cm oder 300x150 cm kaufen. Die  Kosten belaufen sich auf ca. 39 DM/qm zzgl. MwSt. für 5mm dicke Platten. Mein 550 ltr. Tank hat ca. 500,- gekostet, allerdings inkl. dem elektr.  geregelten Heißluftgebläse.( ich glaub das kostete so um 200,-) Man braucht also das Plattenmaterial, daß man bequem mit der Stich- od. Kreissäge sägen kann, und ein elektr. geregeltes Heißluftgebläse und einen sog. Schweißschuh. Das Gebläse MUSS elektronisch geregelt sein, weil man  die Temperatur beim schweißen (oki..heißt schweißen und ist eigentlich kleben) unbedingt konstant haben muß. Zu kalt und der Kram verschmilzt nicht richtig....zu heiß und es wird schwarz und verkokelt....beides ist logischerweise schlecht.

So ein elektr. Heißluftgebläse kann man ja für viele Arbeiten verwenden.  Flämmen, Farbe entfernen, löten, schweißen usw., also ist die Investition nicht so übel. Meines kommt aus irgend nem Baumakrt und es ist glaube ich  von Einhell. Von Einhell gibts dann dazu die passenden Zusatzteile wie  Schweißschuh, Klingen etc. Schweißstäbe gibts auch im Baumarkt, aber man  braucht die richtigen. Es gibt da verschiedene und für das reine, weiße PE hießen die glaube ich auch HD-PE und sind weiß!!!  nicht die schwarzen...heißen auch irgendwas-PE, geht aber nicht. Die Schweißstäbe  sind so ca. 30 cm lang und 0,5 cm dick. davon braucht man aber jede Menge.  Son pack mit ca. 20-25 Stäben lag so bei ca. 10,- DM. In dem Laden, wo ich mein Plattenmaterial gekauft habe, hab ich natürlich auch mit meinem Plan vorgesprochen und nach Kosten gefragt. Ein Profischweißer kriegt für einen  Meter  80,- DM. Bedenkt man, daß man am besten von beiden Seiten  schweißt......öhm...man soll nicht glauben was da an Metern zusammenkommt. Am besten Ihr schaut mal in die gelben Seiten, wo es  PE oder einfach Kunststoff und evtl. Plexiglas gibt.Ich hab dann nach Plan meine Teile ausgesägt und erst einmal an Resten geübt. Mit n bissl Übung  ist das echt nicht schwer...man verbrennt sich halt mal öfters die  Finger...lächel. Probleme sind immer Ecken. Egal ob Innen- oder Außenecken. Ecken sind schwer. Außerdem immer die Ansatzpunkte, wenn ein Schweißdraht zuende ist und der neue ansetzt. Du mußt Dir mal son  Schweißschuh ansehen. Man steckt den Schweißstab oben rein und er läuft dann, während man das Gerät weiterführt, an der heißen Luft vorbei. Wäre also super, wenn man den Schweiß"draht" auffe Rolle bzw. endlos hätte. Hab ich aber nicht gefunden. Also hab ich nachdem ich gemerkt habe, daß die Ansatzstellen zw. 2 Stäben n Problem sind, mir immer eine Kette von so  einem Meter Länge aus mehreren Schweißstäben VORHER zusammengeschweißt. Das half sehr. Was man nicht vergessen darf, sind die Schwallwände im  Inneren des Tanks...aber kommt ja auf die Größe an. Vielleicht braucht Ihr keine.  
Dann muß man echt gut vorplanen. Ich hab auch meine  Fehler gemacht. Ich hatte Ecken im innerern zw. den Schwallwänden, wo ich  dann mit dem relativ großen Gebläse nicht mehr rangekommen bin. Da hätte  ich von Anfang an besser planen müssen. Da muß man also schon aufpassen. Wieviele Schwallwände man braucht, weiß ich leider nicht. mein Tank jedenfalls hält seit 2 Jahren. Vergessen darf man natürlich auch nicht die Durchflußöffnungen bei den Schwallwänden unten UND AUCH OBEN wegen der Luft beim Befüllen!! Ich hab Boden und Deckel ca. 1 cm überstehen lassen, denn ich habe alle Nähte von beiden Seiten geschweißt (..logo, den Deckel mit). 550 ltr. drücken schon dachte ich so. Und inne Kurve oder  so....naja. Diesen Überstand muß man natürlich beim Zuschneiden berücksichtigen, aber ist ja eigentlich logisch. Naja, ich konnte so meine Tank bis ins letzte optimieren und hab sehr viel Platz und Geld gespart. Für die Wasserentnahme kann man son Handelsüblichen Auslauf aus  PE nehmen. Aber er MUSS aus PE sein, und die sind normalerweise weiß. Allerdings gibts auch weiße, die nicht aus PE sind. Die haben dann son Stich ins gelbe und können nicht verschweißt werden. PE und das andre Zeug  verbindet sich nicht. Ihr müßt die Anschlüsse zur Wasserentnahme und  Befüllen also vorm kaufen ansehen und fragen was für ein Material es ist. Ich würde sie also nicht nur irgendwo bestellen aus dem Katalog. Meine  waren von Reimo. Bei Reimo war ne ganze Kiste voller Stutzen. Einige waren aus PE, andere nicht.
Richtig lustig wird ja die Dichtheitsprüfung..lächel. Am Anfang hab ich meinen Tank immer voller  Wasser gemacht, hat immer etwas gedauert..eeewig...vor allem dann das Wasser wieder rauslassen....eeeeeeeeeeeeeeeewig...das hab ich so 2-3 mal gemacht bis ich Depp dann auf den Trichter kam, daß das ja mit Luft auch geht. Und sogar viel besser. Wenn Wasser durch ein Leck läuft, verläuft es gleich und man weiß nicht wo das Loch ist.....und es sind sehr kleine Löcher, die bei dem Druck undicht werden. Also Auslauf zu, oben nen Schlauch dran und mit Kompressor oder Mund aufblasen. Ich habs nur mit Mund gemacht und ging super. Ist echt unglaublich, was das Material so  aushält wenn es sich aufbläht. 

Stefan Tillmann

Rückfahrkameras &  Reisemobilzubehör
Tillmann Elektronik

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